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Neu erschienen: MENSCHpunktNULL

  • Arbeitslabor
  • 24. Apr. 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Mai 2020

Nicht nur lesenswert, sondern auch noch schön: Unter Mitwirkung des Arbeitslabors ist ein Buch zum Thema Mensch und Digitalisierung erschienen. In neun Beiträgen von BerufspraktikerInnen finden sich Ansätze für die menschengemäße Gestaltung einer digitalen Gesellschaft.


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Um wirklich zu verstehen, was Digitalisierung heißt, müssen wir etwas tun, womit die sogenannte Künstliche Intelligenz - die ja bekanntlich ein wichtiger Treiber der heutigen Digitalisierung ist – augenblicklich noch große Probleme hat: Wir müssen den Kontext des Geschehens berücksichtigen. Dann wird deutlich: Digitalisierung bedeutet letztlich, dass Maschinen einen stetig wachsenden Einfluss auf unser Leben haben und es zum Teil radikal verändern werden. Sollen Menschen und Menschlichkeit in diesem anbrechenden zweiten Zeitalter der Maschinen noch eine zentrale Rolle spielen, muss dieser Wandel mit Bedacht gestaltet werden. Genau dazu laden die unterschiedlichen Beiträge von MENSCHpunktNULL - Gestaltungsansätze für die digitale Gesellschaft ein.


Das Buch (mit jeweils auch einem Beitrag der Arbeitlaboranten Stefan Birk und Andreas Schiel) enthält ein weites Spektrum von Themen: Von der pragmatischen Perspektive auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Apps über die kritische Analyse des Energiehungers der Digitalisierung bishin zur philosophischen Reflexion über die (kommenden) Herausforderungen einer digitalisierten Welt. Allen Beiträgen gemein ist das Ziel einer menschgemäßen und menschzentrierten Digitalisierung, die den Menschen nicht durch Technisierung von seinem Wesen immer weiter entfernt, sondern ihn vielmehr zu seinen Ursprüngen zurückführt: MENSCHpunktNULL eben.

Lesetipp

Andreas Schiel & Andreas Seidel (Hrsg.): MENSCHpunktNULL. Gestaltungsansätze für die digitale Gesellschaft. Mit Beiträgen von Stefan Birk, Matteo Cagnazzo, Conny Dethloff, Saskia Dörr, Gregor Ilg, Damian Paderta, Andreas Schiel, Andreas Seidel, Helmut Volkmann, Chris Wojzechowski. Als PDF unter CC-Lizenz downloadbar bei digihuman.org oder als Hardcover im Buchhandel erhältlich.

Wir freuen uns über das Erscheinen und danken allen Co-AutorInnen und dem Herausgeberteam. Wir wünschen anregende Lektüre!

 
 
 

1 Kommentar


Guest
05. Dez. 2025

Ein sehr aufschlussreicher und wichtiger Beitrag zur Debatte um unsere digitale Zukunft. Der Gedanke, dass eine menschenzentrierte Digitalisierung uns zu unseren Ursprüngen zurückführen sollte, ist ein wunderbarer Leitgedanke. Tatsächlich beobachtet man parallel zur Technisierung eine wachsende Sehnsucht nach dem Echten und Greifbaren. Ein schönes Beispiel dafür, wie wir kleine, bewusste Anker in unserem Alltag schaffen, um uns zu erden.

Diese Gegenbewegung ist mehr als nur eine nostalgische Flucht vor der Zukunft. Sie ist ein psychologisches Bedürfnis, das in der Wissenschaft als „Biophilie“ bekannt ist – unsere angeborene Tendenz, eine Verbindung zur Natur und zu organischen Prozessen zu suchen. In einer Welt, die zunehmend von glatten Bildschirmen und abstrakten Datenströmen dominiert wird, verkümmern unsere haptischen Sinne. Die Berührung von natürlichen Materialien…


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